Wie bereits im Namen angedeutet liegt die Gemeinde Breitnau in einer weiten, von einzelnen Waldstücken durchsetzten Wiesenmulde, allerdings in einer Höhenlage von 950 bis 1050 Höhenmetern.

Die Geschichte der Ortschaft ist eng verbunden mit den Schwarzwaldpässen und ihren Zugängen durch das Höllental und die enge Ravennaschlucht sowie durch das Wagensteigtal.
Die 1148 eingeweihte Oswaldkirche war für die Bauern in der Weitung des oberen Höllentals “an der Steig” das geistliche Zentrum.
Damals gab es hier einige Lehenshöfe, die den Herren von Falkenstein unterstanden. Von hier aus erfolgte die Rodung und Besiedlung der Hochflächen. Erstmals ist von Breitnau 1275 im Zehntbuch des Bischofs von Konstanz die Rede.

Ein Saumpfad durch das Höllental mag schon um 1000 bestanden haben. Mit dem Aufstieg der Zähringer Herzöge, die 1120 die Städte Freiburg und Villingen gründeten, wurde die Ost-West-Verbindung immer wichtiger, da sie als Verbindung zwischen beiden Städten die Voraussetzung zu einer geschlossenen Territorialherrschaft war.
Gesichert wurde der Übergang durch die Falkensteiner, die als Gefolgsleute mit den Zähringern aufstiegen und nach dem Untergang des Herzogsgeschlechts als Raubritter endeten.
Ein weiterer, neuer Verbindungsweg führte durch das Wagensteigtal und wurde von Freiburger und Villinger Bürgern erbaut. Der alte Weg verfiel, gewann aber seit dem Dreißigjährigen Krieg strategische Bedeutung. Immer wieder überquerten Kriegsscharen die Schwarzwaldhöhen und versetzten die Bauern von Breitnau in Angst und Schrecken.
Von den Herren von Falkenstein kam Breitnau über die Schnewlin von Landeck zu Beginn des 17. Jahrhunderts an die Freiherren von Sickingen-Hohenburg zu Ebnet, die als “milde” Grundherren galten und ihr Geschlecht von Franz von Sickingen ableiteten. Ein Teil der Herrschaft gelangte 1650 in den Besitz der Freiherren von Pfirt. 1936 wurde das Dorf Steig eingegliedert.
Existenzgrundlage der Menschen im Hochtal von Breitnau war bis ins 19. Jahrhundert hinein die Weidewirtschaft. Erst dann erfolgte die Umstellung auf die Stallfütterung, was zur Aufforstung der alten Reutbergweiden durch die heute typischen Fichten führte.
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